Um 4.30 Uhr starten wir in Langensendelbach mit dem Bus, der uns nach München zum Flughafen bringen wird. Bei Reisen nach Israel muss man schon 3 Stunden vor Abflug am Flughafen sein und so haben wir genügend Zeit, um ohne Stress hinzukommen. Weit vor 7.30 Uhr erreichen wir die Halle F, wo ausschliesslich Israelflüge abgefertigt werden.
Wir haben schon gehört, dass die Abfertigung recht aufwändig ist. Zuerst werde ich aus der Gruppe geholt und muss viele viele Fragen über mich und die Gruppe, unsere Motivation, warum wir nach Israel reisen, ob wir uns alle kennen usw. beantworten. Dann kommen einzelne Teilnehmer dran und dann schliesslich alle aus der Gruppe, bei denen es jedoch dann weitaus schneller geht. Dann durch die Passkontrolle und die Visitation von Mensch und Handgepäck und schon sitzen wir in einer grossen Halle und warten auf den Bus, der uns zum Flieger bringt.
Pünktlich um 10.30 Uhr hebt die Maschine in Richtung Heiliges Land ab. Der Flug ist ruhig und schnell vorbei. An Bord gibt es schon Hummus, ein Vorgeschmack auf die israelische Küche. Ausserdem ist das Essen koscher, auch neu für mich. Nach der Landung gehen wir zur Passkontrolle, manche sind sehr schnell durch, andere brauchen ewig lange, warum, weiss niemand so richtig. Wir werden erwartet und unser Reiseleiter Shibli bringt uns zum Bus.
Eine lange Fahrt nach Tiberias schliesst sich an und wir bekommen einen ersten Eindruck vom Hl. Land. Tiberias ist eine riesige Stadt am See Genezareth, es dominieren Betonbauten und wenn ich ehrlich bin, ist es keine schöne Stadt.
Nachdem wir unsere Zimmer für die nächsten zwei Tage bezogen haben, gibt es gleich Abendessen, da es schon ziemlich spät ist. Es gibt ein großes Buffet, mit vielen Salaten und verschiedenen Hauptgerichten, ausserdem noch köstliche Desserts. Also das Essen ist wirklich gut.
Danach müssen wir uns dringend bewegen, nach einem ganzen Tag im Flieger und Bus. Wir laufen ca. 10 Minuten und stehen am See Genezareth. So richtig glauben kann ich es nicht, dass ich heute morgen noch in meiner Küche Kaffee getrunken habe und nun in Israel bin. Wir laufen die Promenade entlang, es gibt viele Restaurants, Bars und sogar eine Geisterbahn. Irgendwie surreal für mich. Aber das gehört wohl auch dazu.
Nach einen sehr langen Tag falle ich müde ins Bett.
Abendgebet
Das Licht der Ferne verklärt.
Über dem See ragen seufzende Laternen.
Alles im Saum der träumenden Zuversicht.
Es lockt die Nacht mit freundlicher Umarmung.
Über dem Mondlicht treibe ich mit den Sternen weiter
und lege vertrauend mein Gebet
in die Hände des Himmels.
(Verf. Luitgard Renate Kasper-Merbach)
Seid behütet
Eure Karin









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