Dienstag, 26. April 2016

26.04.2016

Heute gibt es wieder zwei Möglichkeiten, wie wir laufen können. Im Süden das Pilgerlaufband, dass wir gestern schon kennengelernt haben. Es führt kerzengerade neben der Autobahn entlang.


Nach allem, was wir hören, ist das eine äußerst monotone Angelegenheit. Deswegen gehen wir die Calzada Romana im Norden. Der Weg ist wohl auch gerade, von der Strecke her länger, führt aber durch eine schöne Gegend. 28,34 km werden wir am Ende des Tages gegangen sein. 

Es dauert aber erst einmal eine ganze Weile, bis wir Sahagun und seine Vororte verlassen haben.



An diesem schönen Tor halten wir unseren Morgenimpuls. Das Wetter ist herrlich, noch ein bisschen frisch, aber es wird im Laufe des Tages traumhaft schön. 






Über diese schöne Brücke verlassen wir Sahagun.


Auch heute führt uns unser Weg durch die Meseta.





Das kleine Dorf Calzadilla de los Hermanillos liegt genau in der richtigen Entfernung, um dort unseren Kaffee  zu trinken. Es gibt eine Pilgerherberge und eine alte Kapelle Virgen de los Dolores, die natürlich wieder verschlossen ist.








Diese Etappe ist wirklich arm an Sehenswürdigkeiten, jedoch können wir deshalb einen sehr guten Schnitt laufen, damit wir die lange Strecke gut bewältigen können. Über Religios erreichen wir am späten Abend Leon.



Für eine kurze Rast ist auf jeden Fall auch noch Zeit. Ein kleiner Unterstand bietet willkommenen Schatten.



Bevor wir Leon erreichen, besuchen wir noch ein nationales Kulturdenkmal in Spanien, San Miguel de la Escalada. 

Mit seinen Zwillingsfenstern und seinen vorspringenden Bögen, insbesondere im Kreuzgang, strahlt es eine erstaunliche Leichtigkeit aus und zählt zu den Juwelen der Mozarabischen Baukunst. Die Weihe des Klosters erfolgt 913. Wir haben das Glück, dass wir das Kloster offen erleben können. Wir nutzen die Gelegenheit und halten hier unseren Abendimpuls. Nach einem gemeinsamen Lied verabschieden wir uns von diesem schönen Ort. 










In Leon angekommen, sind wir alle schnell im Hotel untergebracht, ich bin froh, als ich aus den Schuhen heraus bin. Ein langes heisses Bad stellt meine Lebensgeister wieder her.

Da wir morgen früh eine Stadtführung in Leon haben werden, mache ich mich heute nicht mehr auf den Weg in die Stadt. Nach dem Abendessen besuchen wir die Dachterrasse im zehnten Stock des Hotels. Es gibt einen tollen Ausblick über die Stadt und einen wunderbaren Sonnenuntergang. 





Gott sei vor dir
Gott sei vor dir, wenn du den Weg nicht weißt.
Gott sei neben dir, wenn du unsicher bist.
Gott sei über dir, wenn du Schutz brauchst.
Gott sei in dir, wenn du dich fürchtest.
Gott sei um dich wie ein Mantel, der dich wärmt und umhüllt.
(Aus Irland)

Seid behütet
Eure Karin



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