Nach allem, was wir hören, ist das eine äußerst monotone Angelegenheit. Deswegen gehen wir die Calzada Romana im Norden. Der Weg ist wohl auch gerade, von der Strecke her länger, führt aber durch eine schöne Gegend. 28,34 km werden wir am Ende des Tages gegangen sein.
Es dauert aber erst einmal eine ganze Weile, bis wir Sahagun und seine Vororte verlassen haben.
Das kleine Dorf Calzadilla de los Hermanillos liegt genau in der richtigen Entfernung, um dort unseren Kaffee zu trinken. Es gibt eine Pilgerherberge und eine alte Kapelle Virgen de los Dolores, die natürlich wieder verschlossen ist.
Diese Etappe ist wirklich arm an Sehenswürdigkeiten, jedoch können wir deshalb einen sehr guten Schnitt laufen, damit wir die lange Strecke gut bewältigen können. Über Religios erreichen wir am späten Abend Leon.
Bevor wir Leon erreichen, besuchen wir noch ein nationales Kulturdenkmal in Spanien, San Miguel de la Escalada.
Mit seinen Zwillingsfenstern und seinen vorspringenden Bögen, insbesondere im Kreuzgang, strahlt es eine erstaunliche Leichtigkeit aus und zählt zu den Juwelen der Mozarabischen Baukunst. Die Weihe des Klosters erfolgt 913. Wir haben das Glück, dass wir das Kloster offen erleben können. Wir nutzen die Gelegenheit und halten hier unseren Abendimpuls. Nach einem gemeinsamen Lied verabschieden wir uns von diesem schönen Ort.
In Leon angekommen, sind wir alle schnell im Hotel untergebracht, ich bin froh, als ich aus den Schuhen heraus bin. Ein langes heisses Bad stellt meine Lebensgeister wieder her.
Da wir morgen früh eine Stadtführung in Leon haben werden, mache ich mich heute nicht mehr auf den Weg in die Stadt. Nach dem Abendessen besuchen wir die Dachterrasse im zehnten Stock des Hotels. Es gibt einen tollen Ausblick über die Stadt und einen wunderbaren Sonnenuntergang.


























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