Der Weg führt aus Portomarin hinaus, nochmal erhaschen wir einen Blick auf den grossen Stausee. Über ansteigende Wege geht es kilometerlang ins galizische Land hinein.
Zur Mittagszeit erreichen wir Ventas de Naron, wo in der kleinen Kapelle ein blinder Mann den Pilgerstempel ausgibt. Er bittet jeden Pilger, ihm die Hand zu führen, wohin er stempeln soll. Er drückt dann den Stempel ins Heft und diktiert anschliessend sehr gewissenhaft das einzutragende Datum.
Nach unserer Rast geht es weiter. Beim Steinkreuz vor dem kleinen Örtchen Ligonde halten wir und halten eine kleine Andacht. Wir singen "Hl. Kreuz, sei hoch verehret" und betrachten in einem Text das Kreuz.
Eine gute Freundin hat mir ein Herz mitgegeben mit der Bitte, es an einem geeigneten Ort auf dem Weg abzulegen. Hier, zu Füssen dieses uralten Kreuzes erscheint es mir passend und ich lege es dort ab.
Dann machen wir uns auf und betreten das über 1000jährige Ligonde. Im Jahr 856 wurde es bereits erwähnt und Kaiser Karl V übernachtete am 24. März 1520 hier und verlieh in diesem Zusammenhang dem Ort das Asylrecht. Auch spätere Kaiser wählten den kleinen Ort als Übernachtungsmöglichkeit.
Der restliche Weg heute führt wieder durch Hohlfuhren und ländliches Gebiet. Eine kurze Pause legen wir noch ein, bevor wir unser Tagesziel Palas de Rei erreichen. Da unsere Herberge am Ortseingang liegt, werden wir erst morgen durch die kleine Stadt laufen.
Palas de Rei bedeutet Königspalast und tatsächlich war wohl dieser kleine Ort von 701 bis 709 Sitz von Witzia, einem der letzten Könige der Westgoten.
GOTT gebe dir
für jeden Sturm einen Regenbogen,
für jede Träne ein Lachen,
für jede Sorge eine Aussicht
und eine Hilfe für jede Schwierigkeit.
Für jedes Problem, das das Leben schickt,
einen Freund/eine Freundin, es zu teilen,
für jeden Seufzer ein schönes Lied
und eine Antwort auf jedes Gebet.
Seid behütet
Eure Karin











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